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2003 08 01 Menschen als Medikament

Menschen als Medikament
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-01
Nähe ist wichtig für Menschen und dich.
Sie können krank und gesund deinen Tag beenden.
Träume nicht vom Tod, bleib lieber lebendig.
Schwärme von liebenswerten Momenten.
Gut und Böse welch krasser Gegensatz.
Traurig und Froh wähle das gute Geben.
Hör nicht auf des Menschen üblen Geschwatz.
Er beeinflusst sonst dein weiteres Leben.
Verlässt dich dein Partner oder dein Freund.
Kann das Wegbleiben das sterben bedeuten.
Doch kommt er zurück wirst du belohnt.
Lässt dich das Leben aufs Neue bezeugen.
Verstummt der Menschen Stimme bang.
Tritt einsame Stille in dein Leben ein.
Lässt dich aufhorchen der neue Klang.
Der gnadenlose Taube lässt das Erneuerte herein.
Für einen der blind war, der nichts mehr sah.
Der keinen Sinn sah in dieser Welt.
Durch das Tun eines Menschen wird er wieder klar.
Er wird wieder sehend, als hätte er’s für sich bestellt.
Wusstest du schon, dass das Zeithaben ist keine Illusion.
Bedeutend für Menschen mehr Wert ist als Geld.
Unter Umständen mehr als eine Operation.
Zeit haben braucht kein Medikament.
Anhören eines Menschen ein Wunder bewirkt.
Das Wohlwollen und die Zuversicht ist wichtig.
Hundertfach kommt das Vertrauen zurück.
Mach es nicht durch das Argwohn nichtig.
Wusstest du schon, dass Tun mehr ist als Reden?
Wusstest du das alles schon in deinem Leben?
Danke an Floh für die Anregung des Textes

 
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-01
 
 

2003 08 02 Wie war es damals?

         
         
     
Wie war es damals?
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-02
Wisst ihr noch, wies damals war?
Damals im zwanzigsten Jahrhundert
Kaum zu glauben, aber es ist so.
Heute sind wir darüber froh.
Nach dem Stand der Wissenschaft.
Mit all seiner entdeckenden Wissenskraft.
Speziell mit objektiven Gesetzes-Geber.
Mit staubigen Bürokraten und tatsächlichen Urheber.
Mit Informationsgesellschaften und Medien.
Die täglich uns vorbeten und vieles verbieten.
Müssten wir bei diesem knappen Brot.
Zuerst aufgewachsen sein und längst schon tot.
Kinderbetten mit bleihaltigen Farben bemalt.
Formaldehyd sickerte aus den Poren gequält.
Tapetenleim, Linoleum und der Stragula-Kleber
Sowie PVC-Dämpfe  waren Luft-Killer-Urheber.
Steckdosen, Medizin-Flaschen und  Schranktüren.
Sogar knarrende Schubladen konnten uns verführen.
Messer, Schere, kaum zu Glauben waren Schreckens-Boten.
Dazu verzinkte Gabeln und flackerndes Licht wurden verboten.
Bei Fahrrädern, Rollern und  Rollschuhe für die Schelme.
Ohne Stützen fuhren sie und ohne sichere Helme.
Risiken per Anhalter in den nächsten Ort zu fahren.
Waren uns unbekannt, Gedanken daran leiden wir heute Qualen.
Airbags, ABS und Sicherheitsvorrichtungen im Wagen.
Wir saßen hinten ohne angeschnallt sein und ohne zu klagen.
An heißen Sommertag den Kopf zum Fenster hinaus, welch Spass.
Den Fahrtwind ins Gesicht blasen lassen, dass man kaum Luft bekam.
Wir tranken aus dem Gartenschlauch das klare Wasser.
Heute werden wir zu Cholesterin-Reduzierende Hasser.
Wir aßen fettige Schmalznudeln, welch Genuss.
Heute macht man vor fingerdicker Butter ganz schnell Schluss.
Künstlich, gefärbte Süßigkeiten und überzuckerte Limonaden.
Fett geworden sind wir deswegen nie, es gab keine klagen.
Weil wir immer draußen waren, aßen Brot und Speck.
Dazu fürs Leben bestimmt, sieben Löffel Dreck.
Die Familie trank und ass aus einem Essgeschirr.
Wir sind nicht daran gestorben, wurden davon nicht wirr.
Wir haben tagelang herumgebastelt an Seifenkisten.
Aus rostigem Schrott und splitterigem Holzkisten.
Die Bremsen hatten wir teils daran vergessen.
Waren trotzdem aufs Runterfahren wie versessen.
Wir gingen Früh ausser Haus, hatten den ganzen Tag gespielt.
Unterbrochen von Essenspausen für das nächste Fussballspiel.
Wir waren nicht zu erreichen, keine Händys und kein Telefon.
Wenn es regnete spielten wir Mensch ärgere dich mit lautem Ton.
Bei Freunden  und bauten aus Matchbox Autos ganze Städte auf.
Wir hatten keine Playstation, Videospiele oder 50 Kanäle im TV drauf.
Ins Kino zu gehen war ein Ereignis, für das man sich herausputzte.
Vor Vorfreude den Magen kribbeln lies und die Zeit nutzte.
Keiner wusste was es im Vorfilm tolles gab.
Meistens war eine Überraschung angesagt.
Wir gingen raus und hatten uns selbst Freunde gesucht.
Per  Maus-Klick hatten wir die Freunde nicht gebucht.
Wir hatten Fussball gespielt mit jedem rollenden Ding.
Wer einen Lederfussball hatte durfte mitspielen, er war der King.
Im Verein mitzuspielen war ein besondere Athmosphäre.
Nur durch Aufnahmeprüfungen erhielt man die besondere Ehre.
Wer’s nicht geschafft hatte, lernte mit der Enttäuschung umzugehen.
Da gab es kein Jammern und kein unnötiges Aufsehen.
Wir sind von Bäumen und Mauern gestützt, hatten uns geschnitten.
Abgeschürfte und rücklings auf dem Treppengeländer geritten.
Unsere Knie und Knöchel waren das ganze Jahr lädiert, wir hatten keinen Zaster.
Blaue Flecken erfüllten den Zweck und Spucke war das heilende Pflaster.
Die Brennnesseln brannten, die Mücken hatten uns zerstochen.
Die Kinder auf dem Bauernhof nach Kuhmist rochen.
Wir hatten uns grün und blau verkloppt, waren davon benebelt und benommen.
Und hatten gelernt damit zu leben und darüber hinweg zukommen
Wir erfanden einfache Spiele mit Stöcken, Bällen und Ästen.
Hatten kein Auge ausgestochen, hatten gefochten und Würmer gegessen.
Wir sind zu Freunden geradelt, haben an der Tür geläutet, ohne weglaufen und Betrug.
Sind dort geblieben, lernten Kochen und Nähen und wurden auch so klug.
Hatten wir Scheiße gebaut, waren wir für die Konsequenzen kompetent.
Für unsere Aktionen waren wir selbst verantwortlich, sind nicht zum Petzen gerennt.
Der Gedanke, dass ein Elternteil uns rausklopfte, bei Gesetzesbruch.
War undenkbar, im Gegenteil die Eltern hatten die Gerechtigkeit gebucht.
Einige der größten Erfindern stammen aus unserer Zeit.
Die letzten fünfzig Jahre waren eine wahre Explosions-Begebenheit.
Wir hatten Freiheit, Zwang, Misserfolg und Erfolg mit steigender Tendenz.
Liebten die Verantwortung und lebten mit wechselnde Konsequenz.

Als die Erwachsenen ein Auge zudrückten, sie fanden Herzenswärme angemessen.

Unsere Eltern trauten  uns zu die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Erinnere Dich daran, wie Du aufgewachsen bist und was damals zählte.

Was den modernen, computergesteuerten Kindern unserer Zeit leider fehlte.

 

Meistens hat es geklappt und die paar Mal, die daneben gingen.

Wir als vernünftige Lebenserfahrung und zweckvolle Lebenskunst einfingen.

Wisst Ihr noch, wies damals war?

Erst  heute wird dir so einiges darüber klar!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-02

2003 08 03 Trübe Gedanken 
                          

 

 

 

 
Trübe Gedanken
© Brigitte Obermaier, München, 2003 08 03
Dunkel und kalt.
So finster wie im Wald.
So trist und so verlassen.
Man könnte die Welt hassen.
Trübe Gedanken halten mich fest.
Wo ist nur mein warmes Wohnungs-Nest.
Wer schenkt mir sein Herz.
Wer teilt mit mir den Schmerz.
Trübe Gedanken sind kein schönes Privileg.
Ich wische sie fort, ich wische sie weg.
Sie wollen nicht weichen.
Wie kann ich nur das erreichen.?
Die Sonne geht auf.
Sie strahlt auf ihrem Weltenlauf.
Sie fängt uns alle ein.
Wir sind nicht allein.
Trübe Gedanken ziehen vorbei.
Das Leben geht weiter, darum es sei.
Es gibt nichts schöneres auf der Welt.
Als mich als Mittelpunkt der Welt.
ups
 
 
   

  

 

                      

© Brigitte Obermaier, München, 2003 08 03
2003 08 04  Spaziergang an frischer Luft
     
   
Spaziergang an frischer Luft
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-04
Du suchst das Leben, du suchst die Freiheit.
Mach einen Spaziergang durch dein Land.
Manchmal sucht man die Einheit.
Komm gib mir deine Hand.
Aufraffen heisst die Devise.
Da wäre ein guter Grund eine feine Sache.
Lauf mal wieder über die grüne Wiese.
Singe und Lache.
Gemeinsame Spaziergänge, eine Freude für Dich.
Suche des Glückes Quelle.
Für uns - für mich.
Für uns Alle.
 
     
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-04
Gärtnerjahrtag 2003 vom Dienstag dem  5. August
 

Gärtnerjahrtag 2003 vom Dienstag dem  5. August

© Brigitte Obermaier, München, 2003-08-05

 

‚Eigentlich ist es ein kurzer Weg vom Rathaus zum Hofbräuhaus,‘
Sprach der Oberbürgermeister Ude bei lachendem Applaus.
‚ Doch schöner ist dieser Weg!‘ - Mit Blumen und Gemüse geschmückt.
Durch die Münchner Altstadt; bringt es  bei strahlendem Sonnenschein  viel Glück.
Warum – ‚Münchner Gärtner Jahrtag‘ ? Es ist aus dem 17. Jhdt. der Brauch.
Die Klostergärtner welches den Schäffler gleichtaten und zogen hinaus -
Die Pest zu vertreiben und hielten ein Umzug im Zentrum der Stadt.
Mit frischen Produkten, auch heute  ein blumiges Resultat.
Bei der heiligen Gertrud von Nivelles, der Schutzpatronin der Gärtner, legten sie ab -
Das Gelübde: Jedes Jahr einen Umzug. Früher hielten die Pferde den Trab.
Zusammen mit Junggärtnern aus Moosach, Münchner Gartenbaugruppen wird es ein großes Fest.
Mit einer Verschnaufpause, die Hektik der heutigen Zeit vergessen lässt.
So gehört dieser Brauch zu den drei ältesten dieser Stadt.
Schäfflertanz, Gärnterjahrtag und Metzgersprung werden sie genannt.
So geloben sie jedes Jahr aufs Neue – Durch Anbau den Ökologischen Beweis.
Gärtnerische Produkte auf bayerischen Boden zu pflegen im Sinne des Jahreskreis
 
 

          
Lebensinhalt – Lebenskost.
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003 08 06
Glück lässt es sich fassen?
Unglück lässt es sich vermeiden?
Beide sind wie Hitze und Frost.
Lebensinhalt – Lebenskost.
Glück wie gross kannst du sein?
Unglück wie zerstörend ist dein sein?
Wie anziehende Magnete aus West und Ost.
Lebensinhalt – Lebenskost.
Glück lässt die Vielfalt glänzen und verkürzen.
Das Unglück den Alltag ins graue stürzen.
Wie das Eisen verwandeln in Rost.
Lebensinhalt – Lebenskost.
Glück ist wie ein Sternenglitzersreif.
Unglück wie ein Kometenschweif.
Wie das Süße oder der saure Kompost.
Lebensinhalt – Lebenskost.
Zu kurz das Glück bei uns verweilt.
Überraschend uns das Unglück ereilt.
Zermürbendes Warten  wie auf die Post,
Lebensinhalt – Lebenskost.
Das Wahre sollst du suchen wie den lieblichen Tanz.
Es hüllt dich ein in überirdischen Glanz.
Treue verklärt alles Unglück, Glück gibt Trost.
Lebensinhalt – Lebenskost.
      

 

Blätterdach und Krone
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-07
Nimm dir Zeit, such dir heute aus:
Einen Baum mit einer großen, grünen Krone.
Fühl dich wie in einem Haus.
Es wird sich bestimmt lohnen.
Leg dich darunter und sieh durch das Blätterdach.
Es ist licht und du kannst den Himmel entdecken.
Fühl dich wohl wie im eigenen Gemach.
Siehst du die Himmels-Flecken.
Wolken ziehen vorbei.
Lass den Sonnenstrahl einfallen.
Genieße das Gefühl der Geborgenheit.
Der Boden trägt dich, lass dich ganz fallen.
 

 

2003 08 08 Fehler erkennen
        

Fehler erkennen

© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-08
Ratgeber und Programme.
Es gibt unzählige Schulungen.
Wissenswertes einsammeln.
Lernen einfach und ungezwungen.
Will ich wirklich perfekt sein?
Es ist ein unerreichbares Ziel.
Tauch ein in den eigenes Reich.
Wir lernen täglich im Leben viel.
Die kleinen Fehler sind es im nu.
Die uns menschlich und liebenswert machen.
Ich gönne mir Schwächen, ich stehe dazu.
Und kann sogar darüber lachen

2003 08 09 Irgendwohin

Irgendwohin

© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003 08 09
Einmal mit dem Wolken ziehen.
Irgendwohin
Einmal mit den Wellen reiten.
Irgendwohin.
Einmal mit dem Wind wehen
Irgendwohin.
Einmal mit der Sonne strahlen.
Irgendwie
Einmal wie ein Stein verstummen.
Die eigenen Sinne stärken.
Einmal ich sein
Ohne wenn und aber.
 
2003 08 10 Der Mond ist enorm
    
Der Mond ist enorm
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-10
Der Mond zieht seine Bahn.
Was könnten wir mit ihn anfangen?
Ein Himmelskörper, ein Untertan.
Wir wollen den Mond einfangen.
Ein Blick durch das Blätterdach.
Vielleicht in die Zweige hängen.
Wir schieben den Mond in das unterste Fach.
Versuchen ihn in die enge zu zwängen.
Wir können ihn nicht verschieben.
Rückwärts lässt er sich nicht rücken.
Können den Mond nicht zu Fall bringen.
Der Mond bleibt der Verliebten entzücken.
So sehr wie wir uns bemühen.
Sobald er abgenommen hat seine Form.
Lässt er erneut seine Vollleibigkeit blühen.
Unser Mond ist spitze und  enorm.
       2003 08 10 Der Mond ist enorm   
    
Der Mond ist enorm
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-10
Der Mond zieht seine Bahn.
Was könnten wir mit ihn anfangen?
Ein Himmelskörper, ein Untertan.
Wir wollen den Mond einfangen.
Ein Blick durch das Blätterdach.
Vielleicht in die Zweige hängen.
Wir schieben den Mond in das unterste Fach.
Versuchen ihn in die enge zu zwängen.
Wir können ihn nicht verschieben.
Rückwärts lässt er sich nicht rücken.
Können den Mond nicht zu Fall bringen.
Der Mond bleibt der Verliebten entzücken.
So sehr wie wir uns bemühen.
Sobald er abgenommen hat seine Form.
Lässt er erneut seine Vollleibigkeit blühen.
Unser Mond ist spitze und  enorm.
       2003 08 10 Der Mond ist enorm   
2003 08 11 Tiefpunkt überwinden
         
Tiefpunkt überwinden
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003 08 11
Der Tiefpunkt kommt unvorbereitet.
Er ist leider weit verbreitet.
Er überfällt dich.
Er umklammert dich.
Er will dich nicht mehr loslassen.
Er will nur hassen.
Was kann man dagegen tun.
Sich zurückziehen?
Sich verbergen?
Sich verstellen?
Sich fallen lassen.
Nein, ich gebe keine Ratschläge.
Jeder sollte selbst, das für oder wider erwägen.
Jeder sollte sich selbst herausmanövieren.
Jeder muss sein Schärflein dazu beitragen.
Jeder kann es, nur wollen muss er es.
Hast du den Tiefpunkt überwunden.
Lass die Glücksgefühle in deine Seele hinein.
Mach dir ein paar schöne Stunden.
Lass den Tiefpunkt nicht mehr zu dir herein.
    
2003 08 12 FKK im Schneckenland
     
   
 
FKK im Schneckenland
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-12
Auf nacktem Körper rutschen sie daher.
Glitschige Spuren schleifen hinterher.
Dann kam die große Hitzewelle.
Sie suchten nach einer erfrischenden Quelle.
Da fiel Ihnen was besonderes ein.
Der FKK Strand lud sie herzlichst dazu ein.
Die Schnecken wollten ganz nackt baden.
Ohne Strümpfe an den Waden.
Ohne Häuschen oder Haus.
Das verdient einen besonderen Applaus.
Sie rutschten nun auf glitschiger Spur.
Zum Badestrand für Freikörperkultur.
Die Sonne brannte erbarmungslos.
Ein Sonnenhut wäre dafür besonders famos.
Vorsichtig, dass ihr auf dem heißen Stein nicht einpennt.
Dass dadurch Eure glitschige Haut nicht verbrennt.
 
     
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-12
2003 08 13 Urgewalt vom tiefen Meer
     
 
Urgewalt vom tiefen Meer
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-13
Unermüdlich der Ozean Wellen.
Die am Strand sich brechen.
Wie der Seelen Quellen.
Unermüdlich wie ein Versprechen.
Schicksal heisst der Menschen Begegnung.
Wie Muscheln sammeln wir sie ein.
Wir wolle sie einfangen die Lebenserfahrungen
Worte und Gedanken verarbeiten in Weisheit.
Urgewalt versteckt, vom tiefen Meer umhüllt.
Lebensgeschichten  sind wie Reisen.
Schatzkisten mit Geheimnissen gefüllt.
Lass sie nicht von der Flut wegreißen.
Minuten und Sekunden vorbeirauschen.
Nimm auf der Muschel Schönheit.
Halte sie an dein Ohr und lausche.
Die Zeit  ist eine wichtige Kostbarkeit.
Vertraue deinem Gefühl, lasse sie abrunden.
Vergänglichkeit weil ein neuer Tag beginnt.
Geniesse bei Ebbe die Stunden..
Wie feiner Sand der durch die Finger rinnt.
 
 
 
     
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-13
2003 08 14 Sehnsucht nach dem Traum
     
 
Sehnsucht nach dem Traum
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-14
Dem Traum hinterher jagen.
Einfangen, festhalten.
Nach dem Sinn nicht fragen.
Lass dich nicht aufhalten.
Was Du auch unternehmen willst, begreifen.
Du willst ihm nachrennen.
Wird der Traum bei dir  bleiben?
Wird er sich zu dir bekennen?
Endlich, du meinst du fühlst ihn in deinen Händen.
Dein ersehnter Traum wurde Wirklichkeit.
Musst du ihn an die Erinnerungen verpfänden.
Nahe bei dir, doch so weit weg wie die Vergangenheit.
 
 
 
     
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-14
2003 08 15 Kräuterbuschen binden
     
 
Kräuterbuschen binden
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003 08 15
Sieben Kräuter ich fand.
Kräuter am Wegesrand.
Ich sammelte sie ein.
Mit Blütenkelchen im Sonnenschein.
Schnell geht es nach Haus.
Ich machte einen Strauß.
Sehe zu dem schwirrenden Mückentanz.
Mittendrin thront die Königskerze mit Glanz.
 

 

Sieben Kräuter

© Brigitte Obermaier, München,  2001-08-14

 

Sieben Kräuter soll man finden.
Sieben Kräuter am Wegesrand.
Sieben Kräuter soll man binden.
Zur Gesundheit freier Wahl.
Geht damit zur Weihe
An Maria Himmelfahrt
Für Wohnung und fürs Freie.
Fürbitten an Zukunft und Gegenwart.
 
 
 

Maria Himmelfahrt und der  Kräuterbuschen
© Brigitte Obermaier, München,  1999-08-08

Am Vortag werden Kräuter in Gärten, am Waldrand, Flußrändern, Kies-Wegränder, Forststraßen oder ungedüngten Felderrändern gesucht. Sieben Sorten Kräuter  sind die Mindestzahl beim Sammeln. Fünfzehn ist das Ziel von stolzen Sammlern.  77 bis 99 Stück nach alter Zahlensymbolik folgend, schafft man im Münchner Raum nicht mehr. Dabei sollte man mindestens zwei Drittel an einem Ort stehen lassen, damit wir im nächsten Jahr wieder etwas finden können.

Hier einige Beispiele, die es bei fast überall zu finden sind. Kamille, Minze, Thymian, Schafgarbe, Majoran und Wachholder. In die Mitte des Straußes kommt entweder eine Rose, Malve oder die stolze Königskerze. Die Heilkundige Hildegard von Bingen empfahl die Königskerze  schon als Mittel für ein ‚schwaches und trauriges‘ Herz.
Nach der Kräuterweihe wird der Strauß mit nach Hause genommen und zum Trocknen aufgehängt. Bei Ingolstadt ist heute noch der Brauch Holzspäne mit Pflanzen aus dem Kräuterbuschen an die Feldränder zu stecken. Einzelne Kräuter wurden den Tieren in das Futter gemischt.
Den Kräuterbuschen vom letztem Jahr verbrennt man oder wirft ihn heute in den Biomüll, kurz bevor man vor Mariä Himmelfahrt wieder einen neuen bindet.
 

 
     
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003 08 15
 
     
   
2003 08 16 Schön ist es als Kind
Schön ist es als Kind
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-16
Ich bin ein Kind.
Klein und wild.
Und ganz bestimmt.
Das sehe ich.
Zwei lange Arme und zwei bewegliche Hände.
Dazu zwei Beine und daran zwei Füße.
Das habe ich alles, sieh nur du lustiger Tropf.
Ich habe sogar Haare auf meinem Kopf.
Zwei Ohren links und rechts, du kannst es mir glauben.
Nur einen Mund, eine Nase und jedoch zwei Augen.
Ich kann herzhaft Lachen und ich habe ein Hirn.
Ich habe einen Geist und Gedanken hinter meiner Stirn.
Ich hab einen Körper und einen Bauch.
Mit einem Popo und einem Pipi auch.
Ich hab einen Magen für das Trinken und Essen.
Wichtigkeiten wie Darm und Blase darf man nicht vergessen.
Ich habe ein Herz das schlägt im Takt.
Beim Baden und duschen bin ich ganz nackt.
Ich habe Zähne und Zunge, muss schniefen und greinen.
Ich meinte, wenn ich Schmerzen habe muss ich Weinen.
Tränen kullern aus meinen Augen vor Schmerz.
Liegen meine Nerven blank, suche ich Liebe für mein Herz.
Denn meine Seele ist geheimnisvoll.
Bin eine gute Partie und das ist wundervoll.
Bin ich ein Kind?
Wann werde ich erwachsen? Ich werde es bestimmt.
Oder möchte lieber lange bleiben klein und wild?
Doch zuerst bleibe ich und meine: schön ist es als Kind.
 
 
     
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-16
 
2003 08 17 Mama was ist ein Universum
     
 
Mama: Was ist ein Universum?
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-17
Kind überlegt: Warum ist die Maus so klein.
Sagt Mama: Die Katze kann sie besser fangen.
Kind überlegt: Warum mag der Hund die Katze nicht?
Sagt Mama: Weil die Katze den Hund nicht mag.
Kind überlegt: Warum sind Tiger viel stärker.
Sagt Mama: Genau wie die Elefanten die sind viel größer.
Kind überlegt: Warum schwimmt der Walfisch im Ozean.
Sagt Mama: Weil er Flossen hat, wie die Fische, nur größer.
Kind überlegt: Warum kann die Maus nicht größer sein wie ein Hund?
Sagt Mama: Dann hätte ja die Katze Angst vor der Maus.
Kind überlegt: Warum kann der Delphin nicht größer sein als ein Wal?
Sagt Mama: Dann wäre die Schönheit vom Delphin nicht mehr da.
Kind überlegt: Wenn alles größer wird, wäre das nicht besser?
Sagt Mama: Worin liegt der Sinn, willst du dass so?
Kind überlegt: Dann wäre ICH auch größer.
Sagt Mama: Dann wären deine Elter auch größer, würdest du das merken?
Kind überlegt: Klar, ich wäre auch stärker dann.
Sagt Mama: Aber auch Katze und Hund wären stärker als du.
Kind überlegt: Unsere Erde wäre bestimmt auch größer?
Sagt Mama: Würde die Welt noch in das Universum passen?
Kind überlegt: Was ist das Universum?
Sagt Mama: Das, worin der Mensch sich aufhält.
Kind überlegt: Ich glaube, ich will gar nicht größer sein, da gibt’s ja dann keinen Unterschied mehr.
Sagt Mama: Stimmt mein Kind: Wenn Alles größer wäre, dann würde dir das gar nicht mehr auffallen.
Kind überlegt: Mama, nimmst du mich in deinen Arm.
Sagt Mama: Klar mein Kind, ich möchte dich immer wiegen, denn du bist noch so zierlich klein.
Kind sagt entrüstet: Aber Mama, ich werde bestimmt größer.
Sagt Mama: Dann werde ich dich genauso lieben wie heute, denn du wirst immer mein Kind bleiben.
 
 
     
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-17
2003 08 18 Schnarchkonzert im Federbett

 

 

 

Schnarchkonzert im Federbett
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-18
Mein lieber Mann der hat es schwer.
Des  Nachts hört er gar nichts mehr.
Er ist beschäftigt mit dem Schnarchen, ups.
Da nütz kein unsanfter Hieb, kein milder Schubs.
Beim nächsten Stoss wird er es besonders heiter.
Er dreht sich herum und schnarcht munter weiter.
Ich sitz im gemeinsamen Federbette senkrecht drin.
Bin von dem Schnarchkonzert schon ganz hin.
Er ruft  zwischendurch verärgert ich bin doch wache.
Mir kommen die Tränen, hab nix zu lache.
Er macht mal kurz grrrr und pupupuuuh
Geschafft, jetzt ist endlich wieder Ruh.
Ich schlafe endlich wieder ein.
Da träum ich vom Sägewerk in Sankt Kathrein.
Ich halte mir die Ohren zu mit den Händen.
Schnarchen lässt mich hochziehen an den Wänden.
Her mit der Wäscheklammer klingt es in mir.
Ich zwicks ihm auf die steilaufragende Nase hier.
„AU“, schreit er und greift die Klammer.
Und wirft sie im hohen Bogen aus der Kammer.
Der Versuch war’s wert, hat jedoch nicht funktioniert.
Das Grrr und pfeifen klingt weiterhin ungeniert.
Ich pack mein Bett und mein Ruhekissen.
Im anderen Raum werde ich seine Töne nicht vermissen.

 

 

 

 

 

 

c) Obermaier Brigitte 2003-04-05

Kissenschlacht

(c) Obermaier Brigitte 2003-04-05 Besuch mal die

 

(

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-18
2003 08 19 Übermüdung macht lahm

 

 

 
Übermüdung macht lahm
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-19
Wenn Streichhölzer die Augen halten offen.
Umherschleichen und torkeln als wären sie besoffen.
Wenn die Arbeit geht nicht von der Hand.
Sie unterm Tisch liegen, statt stehend an der Wand.
Wenn sie geduldig statt lustlos jemand zuhören.
Sagen sie seien flott und könnten darauf schwören.
Wenn Essensreste dem Gegenüber stören im offenen Mund.
Sie verwechseln die prachtvolle Frau mit einem Hund.
Wenn der wildeste Sex-Gedanke sie macht lahm.
Dann sind sie übermüdet, mein liiiieber Mann!
 

 

© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-19
2003 08 20 Kater und Glöckchen
 
     
   
Kater und Glöckchen
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-04-28
Komm treuer Kater mein.
Zieh deine scharfen Krallen ein.
Laß mich in deine Augen schauen.
Sie zeigen Treue und vertrauen.
Ich fühle durch dein weiches Fell.
Seh auf der Stirn den Fleck so hell.
Möchte streicheln deinen schlanken Rücken.
Den Kopf, den Körper mit entzücken.
Gehst du  fauchend in den Garten.
Willst Mäuse und Vögel jagen.
Miau klingt es abermals.
Weil dein Glöckchen bimmelt am Hals.
Zärtlich kommt das Schnurren.
Des Nachbarshund will knurren.
Katzen-Schmusen kommt dazu.
Eingehüllt mit bedächtiger Ruh.
 
     

© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-04-28

2003 08 21 Beschütze den Morgenwind
     
 
Beschütze den Morgenwind
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-21
Es gibt nichts schöneres als aufzuwachen am Morgen.
Noch frei von all die vielen Sorgen.
Wohin  werde ich meine Schritte heute leiten?
Wer wird mich auf meinem Weg begleiten?
Urlaubszeit?
Allein oder vielleicht zu zweit?
Daheim oder in der Ferne?
Freizeit hat jeder gerne.
Hinaus in die Natur.
Frische Luft einatmen pur.
Wenn der frische Tau erwacht.
Ach wie schön wenn das Herze lacht.
Lausche der Natur, betrachte das Bild.
Erlebe das Glück, sei nicht so wild.
Schliess die Augen öffne dein Ohr.
Es kommt soviel schönes hervor.
Der Wind lässt die Düfte vorbeigleiten.
Einfach deine Arme ausbreiten.
Beobachte die  Tiere bei ihrem Tun.
Genieße des Lebens und beschütze die Natur.
 
 
 
     
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-21
 
Beschütze den Morgenwind
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-08
Es gibt nichts schöneres als aufzuwachen am Morgen.
Noch frei von all die vielen Sorgen.
Wohin  werde ich meine Schritte heute leiten?
Wer wird mich auf meinem Weg begleiten?
Urlaubszeit?
Allein oder vielleicht zu zweit?
Daheim oder in der Ferne?
Freizeit hat jeder gerne.
Hinaus in die Natur.
Frische Luft einatmen pur.
Wenn der frische Tau erwacht.
Ach wie schön wenn das Herze lacht.
Lausche der Natur, betrachte das Bild.
Erlebe das Glück, sei nicht so wild.
Schliess die Augen öffne dein Ohr.
Es kommt soviel schönes hervor.
Der Wind lässt die Düfte vorbeigleiten.
Einfach deine Arme ausbreiten.
Beobachte die  Tiere bei ihrem Tun.
Genieße des Lebens und beschütze die Natur.
2003 08 22 Träume werden Schicksal
     
   
Träume werden Schicksal
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-22
Träume der Nacht sich verbandeln.
In werdende Gedanken sie sich verwandeln.
Achte auf deine Träume sie halten sich fest.
Träume werden Schäume im Gedankennest.
Gedanken der Sinne sich wohlbehalten.
In werdende Worte sie sich umgestalten.
Achte auf deine Worte, forme sie für deine Seele.
Gedanken werden Worte in deiner Kehle.
Worte sind wie Schall und Rauch mit eigenen Normen.
In werdende Taten sie sich umformen.
Achte auf deine Taten, bei Nacht und Tag.
Eines Tages werden sie zu deinem Schicksalsschlag.
Der Traum ist der Spiegel deiner Würdigung.
Die innere Welt in dir ist keine Einbildung.
Es will als wunderbares Geschenk deine Seele balsamieren.
Betrachte es um  es als kreative Intelligenz zu akzeptieren.
 
 
     
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-22
 
2003 08 22 Träume werden Schicksal
Träume werden Schicksal
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-22
Träume der Nacht sich verbandeln.
In werdende Gedanken sie sich verwandeln.
Achte auf deine Träume sie halten sich fest.
Träume werden Schäume im Gedankennest.
Gedanken der Sinne sich wohlbehalten.
In werdende Worte sie sich umgestalten.
Achte auf deine Worte, forme sie für deine Seele.
Gedanken werden Worte in deiner Kehle.
Worte sind wie Schall und Rauch mit eigenen Normen.
In werdende Taten sie sich umformen.
Achte auf deine Taten, bei Nacht und Tag.
Eines Tages werden sie zu deinem Schicksalsschlag.
Der Traum ist der Spiegel deiner Würdigung.
Die innere Welt in dir ist keine Einbildung.
Es will als wunderbares Geschenk deine Seele balsamieren.
Betrachte es um  es als kreative Intelligenz zu akzeptieren.
2003 08 23 TELEFONBUCH MIT WORTEN
         
 
TELEFONBUCH MIT WORTEN
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-23
Anders heissen viele
Warum suchen statt finden
Dass heisst suche weiter
Weil, weil es viele Namen gibt
Worte sind Schall oder Rauch
Ohne Worte
Ich kenne eine Familie mit Familien-Name: ANDERS

Mein Gedicht besteht aus Namen vom Telefonbuch in Deutschland 2003.

Nur eine kleine Auswahl - und soviel Namen stehen dort im Telefonbuch.

(85) ANDERS (80) HEISSEN (10) VIELE
(18) WARUM  (7) SUCHEN  (185) STATT (13) FINDEN
(81) DASS        (6) HEISST     (63) SUCHE  (156) WEITER
(47) WEIL (M) (47) WEIL (B) (1) ES (B)     (2) SO (B) 
(10) VIELE (47) NAMEN (4) GIBT
(15) WORTE (12) SIND (54) SCHALL (B)
(37) ODER (163)  RAUCH
(1) OHNE WORTE (M das Schwabinger Lokal in München kenn ich sogar)
Wenn es zu viele waren habe ich nur den Ortsbereich genommen:
(B) = Berlin (M) = München
 
 
 
     
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-23
2003 08 24 Ein eigenes Schwimmbad  muss her.

                     

 

 

                
   
Ein eigenes Schwimmbad  muss her.
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-24
Oh ja, ich hatte endlich frei.
Und wollte in’s Schwimmbad mal hinein.
Um neun Uhr ging es los.
Mit Handtuch und mit der Badehos’.
Sonnencreme und eine Wasser-Flasche.
Noch ein Buch kam in die Badetasche.
Sollte ich mit dem Fahrrad fahren?
Mich quälen mit den Strampler-Scharen?
In der Straßenbahn ward es heiss und stickig.
Und laufen, nein dass war nicht erquicklich.
Stolpere nicht gerne über Stock und Stein.
Setzte mich lieber in mein Fahrzeug rein.
Ich wählte das Schwimmbad, nicht den See.
Massig Radfahrer hatten die gleiche Idee.
Mit sonnigem Gemüt kamen sie daher.
Nebeneinander, sowieso und kreuz und quer.
Tonnenweise Krempel war im Körbchen drin.
Mit Sonnenbrille auf der Nase ging’s dahin.
Mit Luftmatratzen, Kühlboxen und Sonnenschirm.
Gefrorenes Eis zum Abkühlen für das verbrannte Hirn.
Man könnte glauben, manche wären darauf aus;
Wurden vertrieben aus Wohnung und Haus.
Auf dem Weg in die Fremde, aber nein;
Sie wollten tatsächlich nur einen Tag ins Schwimmbad hinein.
In tiefem Vertrauen auf den lieben Herrn und meiner Geduld.
Rauschten sie also unkoordiniert vor meinem Auto herum.
Ich liess mich nicht entmutigen, ein Parkplatz wäre der ideale Zweck.
Dazu wäre toll ein Schatten und am Besten nicht zu weit weg.
Nach einer halben Stunde gab ich es auf.
Stellte meine rechten Räder auf den Radweg drauf.
Gegen die Fahrtrichtung im absoluten Halteverbot.
Acht Kilometer entfernt, ich sah noch nicht rot.
Ich freute mich auf den freien Tag mit Wonne.
Vor der Kasse Schlange stehen unter siedender Sonne.
Darunter eine Gruppe älterer Herren die verkünden.
20 Kilometer Radfahren und 25 Bahnen schwimmen.
Ich schmunzelte, dachte an Herzinfarkt und ihr Outfit gelassen.
Interessante Triathlon-Variante  und konnte es kaum fassen.
Drei Teenies sich durch die Reihe nach vorne zwängten.
Auf meinen freundlichen Hinweis: bitte nicht drängen.
Sie sollten sich doch bitte hinten anstellen.
Antworteten sie mit unfreundlichen Quellen.
"Halt doch die Fresse, du alter Mann!“
Stell du dich doch selber hinten an!“
Aber ich freute mich einfach nur weiter.
Auf das kühle Nass und reagierte heiter.
Ermäßigung beim Eintritt das war für mich klar.
Durch Impfpass oder Fingerabdrücke vom BKA.
Auf herrlichem Wiesengrün suchte ich mir einen Platz.
Legte mein rotes Handtuch auf ein Ameisenloch.
Die Kinder kreischten, die Vögel sangen.
Den schönsten Tag wollte ich weiter empfangen.
Erfreut auf den Ausblick jugendfrischer Bienen.
Die pampige Sonnencreme auf meine Haut schmieren.
Bienen und Wespen brauchten das Publikum.
Sofort summten und stachen sie lustig auf mir herum.
Ach, das Leben war so toll und  schön!
Ich räkelte mich in der Sonne und Frön.
Der Durst meldete sich, ich griff in meine Tasche.
Holte hervor eine klebrige Flasche.
Wollte gerade den Rest austrinken.
Da musste ich ungewollt nach hinten sinken.
Sie denken bestimmt ich war jetzt besoffen.
Dabei hatte mich nur ein Fussball am Kopf getroffen.
Der Schneidezahn liessd seinen Schmelz fließen.
Ich liess mich von der Stimmung nicht verdrießen.
Ich hörte entschuldigend des Kindes Wort.
"Gib mein Ball her, du Missgeburt!"
Da konnte ich natürlich nicht nein sagen.
Warf ihm den Ball zu, er brauch sich nicht zu plagen.
So ein Schwimmbad war echt toll!
Ein Schluck Wasser wäre wundervoll.
Zeit für einen Sprung ins kühle Nass!
Viele kleine Kinder rannten herum zum Spass.
Ich schlenderte zum Schwimmbad-Beckenrand.
Da hatte mich ein kleiner Knirps fast umgerannt.
Die Mutter wehklagte lauthals mich  an.
Wo Kinder spielen haben sie nichts verloren, sie alter Mann.
Ja, murmlte ich, das war wirklich Unangenehm.
Endlich bin ich im Wasser, ach  war das schön!
Auf der Wasseroberfläche schillerte literweise das Sonnenöl’.
Jugendliche platschten ins Wasser mit Gegröl’.
Durch die Chlor-verätzten Augen mit Tränentropfen gefüllt.
Schien die Welt in einen lieblichen Schleier gehüllt.
Ich tauchte unter und genoss mit dem Nachbar einem Hippi.
Den Wechsel zwischen kaltem Wasser und warmem Pipi.
Als mir ein kleiner Junge, ach so lieblicher Balg
Vom Drei-Meter-Brett auf den Rücken sprang.
Als ich japsend auftauchte hörte ich den Bub weinen.
Ich tröstete ihn und entschuldigte mich bei dem Kleinen.
Hoffentlich hatte es sich nicht wehgetan!
Und schenkte ihm meine Armbanduhr ganz spontan.
Raus aus dem Wasser, zurück zum Platz.
Dort erwartete auf mich mein Essens-Schatz.
Der Nachbar hatte nicht aufgepasst, ach was soll’s.
Mein Geldbeutel war nicht mehr da, der Teufel hol’s.
Sein Hund hing an einer langen Leine.
Er wackelte herum auf kurzen Beinen.
Mein Schnitzelbörger hatte er knabbernd auserkoren.
Zerfrass danach meine Turnschuh unverfroren.
Eigentlich bin ich sehr ausgeglichen, trotz dem Unfug.
Aber  jetzt war es doch langsam genug.
Ich packte meine Sachen zusammen.
Halte den Hund in des Herrchen Kühlbox gefangen.
Selbige liess ich feierlich im Wellenbecken.
Zu Wasser und wollte das Tierreich necken.
Schaute mir belustigt an die wilde Wellen-Reise..
Während ich ein paar Takte "Sörf in USA" pfeife.
Jetzt hatte ich mich schon beinahe beruhigt.
Es fehlte nur noch der letzte Kick.
Ich schlenderte zu meinem Fußball-Freund.
Nahm  ihm den Ball ab und schoss gekonnt.
Mit beeindruckendem Vollspann und kräftigen Gewicht.
Aus einem Meter Entfernung direkt in sein nettes Gesicht.
Blutüberströmt liess er sich nach rückwärts fallen.
Ich hörte seinen Kopf auf dem Boden knallen.
Vernahm das klappern meiner Sandalen.
Sie wollten es so, die randalierenden Wandalen.
Am Beckenrand vorbeikommend sah ich den Kumpel.
Wie er auf Stützen muss an mir vorbeihumpeln.
Ich grinste und schnappte mir die Pipi-Badehose ohne Last.
Hängte sie nicht weit entfernt an einen hohen Ast.
Am Ausgang ankommend schaute ich mich ein letztes Mal um.
Der Fußball-Penner hüpft plärrend mit seinem Rucksack herum.
Der kleine  Dreikäsehoch hüpfte nackt unter dem Badehosen-Baum.
Umzingelt von kreischenden Mädchen, welch Mannes Traum.
Der nette Nachbar suchte seinen Hund mit wehenden Fahnen.
Dabei zog dieser in der Kühlbox noch immer seine Bahnen.
Als ich zum Auto kam, hing ein zerfledderter Strafzettel dran.
Ich nahm ihn ab, las ihn aufmerksam durch und ass ihn sodann.
Stieg schnell  in mein brütend heißes Auto ein.
Da gab es im Schatten immer noch 30 Grad Sonnenschein.
Ich meinte es war gar nicht so fad.
So ein Besuch im überfüllten Freibad.
Ich überlegte angestrengt zurecht.
So ein eigenes Schwimmbad wäre nicht schlecht.
 
     
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-24
2003-08-25 Noch ist es Sommer
      

                       

    

                            

                       

 

                     

 

 
Noch ist es Sommer
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-25
Heiss sind die Sommertage.
2003 keine Frage.
Der blaue Himmel zeigt sich gerne.
Mit weitem Blick in die Ferne.
Der süße Duft vom Parfüm der Damen.
Der geschwängerte  Luft voller Samen.
Verblüht sind auf den Feldern der Mohn.
Es reift die Gerste, der Weizen und das Korn.
Zarte Margeriten  im weißen Kleid
Natur-Spaziergang zum Zeitvertreib.
Die Sonne sendet ihren Sonnenstrahl.
Noch ist er da, der Sommertag
Noch ist der blau Himmel offen.
Noch können wir auf Wärme hoffen.
Jedoch danach gibt’s andere Sachen.
Lass im Winde wehen deinen Drachen.
Atme ein der Blume duftendes Bukett.
Sehne dich nach dem plätschern vom See.
Sei zum Jahreswechsel stets bereit.
Sie kommt bestimmt die kühle Winterszeit.
 
 
 

                       

 

 

                       

                           

                       

                        

  

 

 

                       

 

© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-25

2003 08 26 Drei Wege mit Konfuzius

     
   
 
Drei Wege mit Konfuzius
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-26
Drei Wege sagt Konfuzius.
Den Ersten, den Zweiten und den Schluss.
Ob bitter, edel oder leicht.
Der Mensch hat damit viel erreicht.
Die Grübelei und Kopfarbeit braucht hohen  Einsatz.
Zum Überlegen oder Sinnieren, mal einen Schwatz.
Der Edelste fällt manchen schwer zu lenken.
Gemeint ist damit das Nachdenken.
Abgucken oder kopieren.
Manche es jedoch nicht kapieren.
Der zweite Weg braucht kein Examen.
Den nennt Konfuzius einfach Nachahmen.
Der dritte und Letzte kommt zum Schluss.
Er ist der bitterste und eine harte Nuss.
Bei allen Gelegenheiten fährt man Gut.
Erfahrung heisst er, das macht Mut.
Darum handle klug und weise.
Schick deine Gedanken auf die Reise.
Sammle die Erfahrungen, sei nicht dagegen.
Lebe dein Leben mit diesen drei Wegen.
So sagte Konfuzius:
gesammelt und aufgeschrieben © Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003
Der Mensch hat drei Wege klug zu handeln.
Durch Nachdenken:der edelste
Durch Nachahmen:der leichtste
Durch Erfahrung:der bitterste
©Konfuzius
 
     
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-26
2003 08 27 Mohnblumenfeld im Sonnenschein
         

     
 
Mohnblumenfeld im Sonnenschein
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-27
Der Seelentaumel träumt in Rot.
Süßer Duft die Luft durchströmt.
Blumepracht im Angebot.
Des Kuckucks Frühlingsruf ertönt.
Wie Regenbogen  deine Augen.
Deine Hände täglich nützen.
Ach Mutter ich liebe dein Vertrauen.
Deine Liebe wird mich beschützen
Ich danke dir, du Mutter mein.
Für des Daseins Meilenstein.
Es leuchtet für dich ganz allein.
Ein Mohnblumenfeld  im Sonnenschein.
 
 
   

 
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-27

2003 08 28 Helfen könnte man
     
   
 
Helfen könnte man
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-28
Die Kleinen werden kleiner gemacht.
Darüber gerne keiner lacht.
Die Großen werden empor gehoben.
Lassen sich von den Kleinen loben.
Die Armen werden ärmer gemacht.
Wer hat sie eigentlich in die Not gebracht?
Die,  die helfen wollen werden bestraft.
Wir finden das alle rätselhaft.
Die unterbezahlten Arbeitsplätze einsparen.
Der Staat will so verfahren.
Menschen senden einen Hilferuf.
Da heisst es, such, such, such
Wichtige Hilfen auf einmal schwanken.
Für Alte, Behindert und die Kranken.
Sie gehen verloren, vielleicht hilfst du bei;
Bitte hilf und  sei jedoch du dabei.
 
             
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-28

Suche die Schönheit
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-29
Du rennst ihm nach dem Glück.
Bleib doch einfach mal stehen.
Du blickst immer wieder zurück.
Jedoch die Zeit wird sich weiter drehen.
Du kannst das Blau vom Himmel nicht erkennen.
Warum? Weil  du die Erde fixierst.
Deine Augen von Tränen brennen.
Du bist in deine Sorgen vertieft.
Du gehst rasch vorbei, ruft man deinen Namen.
Siehst nicht im Sommer die Blütenpracht.
Lässt dich belabern von der Reklame.
Lässt dich ummanteln von der dunklen Nacht.
Wie oft übersiehst du das kleine Füllhorn;
Dass dir der heutige Tag beschert.
Suche in dir den ehrlichen Ansporn.
Suche die Schönheit in der Gegenwart, das ist niemals verkehrt.
Lebensweisheit mit Bier und Madln
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-30
Die österreichischen Madln.
Mit ihren zarten Wadln.
Die san so resch und frisch.
Sprach Rolf mit Zähnen-Zisch.
Frau Erika sitzt daneben.
Und sagt sich mal so eben.
Naschen kann er mal, mit Verlaub.
Gegessen wird jedoch zu Haus.
Da wird so manche Flasche aufgemacht.
Es wird getratscht, getrunken und gelacht.
Da entfleucht etwas aus seinen Därmen.
Und Rolf kommt mal wieder ins schwärmen.
Blonde Girls und schwarze Madln.
Models mit ihren feschen Wadln.
Das spricht die Erika ganz munter.
Wanns Zeit wird, hol ich ihn von seinem hohen Ross wieder runter.

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2003 Februar
2003 Maerz
2003 April
2003 Mai
2003 Juni
2003 Juli
2003 August
2003 September
2003 Oktober
2003 November
2003 Dezember
Menschen als Medikament
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-01
Nähe ist wichtig für Menschen und dich.
Sie können krank und gesund deinen Tag beenden.
Träume nicht vom Tod, bleib lieber lebendig.
Schwärme von liebenswerten Momenten.
Gut und Böse welch krasser Gegensatz.
Traurig und Froh wähle das gute Geben.
Hör nicht auf des Menschen üblen Geschwatz.
Er beeinflusst sonst dein weiteres Leben.
Verlässt dich dein Partner oder dein Freund.
Kann das Wegbleiben das sterben bedeuten.
Doch kommt er zurück wirst du belohnt.
Lässt dich das Leben aufs Neue bezeugen.
Verstummt der Menschen Stimme bang.
Tritt einsame Stille in dein Leben ein.
Lässt dich aufhorchen der neue Klang.
Der gnadenlose Taube lässt das Erneuerte herein.
Für einen der blind war, der nichts mehr sah.
Der keinen Sinn sah in dieser Welt.
Durch das Tun eines Menschen wird er wieder klar.
Er wird wieder sehend, als hätte er’s für sich bestellt.
Wusstest du schon, dass das Zeithaben ist keine Illusion.
Bedeutend für Menschen mehr Wert ist als Geld.
Unter Umständen mehr als eine Operation.
Zeit haben braucht kein Medikament.
Anhören eines Menschen ein Wunder bewirkt.
Das Wohlwollen und die Zuversicht ist wichtig.
Hundertfach kommt das Vertrauen zurück.
Mach es nicht durch den Argwohn nichtig.
Wusstest du schon, dass Tun mehr ist als Reden?
Wusstest du das Alles in deinem Leben?
Danke an Floh für die Anregung des Textes

Teil 1

Wie war es damals?
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-02
Wisst ihr noch, wies damals war?
Damals im zwanzigsten Jahrhundert
Kaum zu glauben, aber es ist so.
Heute sind wir darüber froh.
Nach dem Stand der Wissenschaft.
Mit all seiner entdeckenden Wissenskraft.
Speziell mit objektiven Gesetzes-Geber.
Mit staubigen Bürokraten und tatsächlichen Urheber.
Mit Informationsgesellschaften und Medien.
Die täglich uns vorbeten und vieles verbieten.
Müssten wir bei diesem knappen Brot.
Zuerst aufgewachsen sein und längst schon tot.
Kinderbetten mit bleihaltigen Farben bemalt.
Formaldehyd sickerte aus den Poren gequält.
Tapetenleim, Linoleum und der Stragula-Kleber
Sowie PVC-Dämpfe  waren Luft-Killer-Urheber.
Steckdosen, Medizin-Flaschen und  Schranktüren.
Sogar knarrende Schubladen konnten uns verführen.
Messer, Schere, kaum zu Glauben waren Schreckens-Boten.
Dazu verzinkte Gabeln und flackerndes Licht wurden verboten.
Bei Fahrrädern, Rollern und  Rollschuhe für die Schelme.
Ohne Stützen fuhren sie und ohne sichere Helme.
Risiken per Anhalter in den nächsten Ort zu fahren.
Waren uns unbekannt, Gedanken daran leiden wir heute Qualen.
Airbags, ABS und Sicherheitsvorrichtungen im Wagen.
Wir saßen hinten ohne angeschnallt sein und ohne zu klagen.
An heißen Sommertag den Kopf zum Fenster hinaus, welch Spass.
Den Fahrtwind ins Gesicht blasen lassen, dass man kaum Luft bekam.
Wir tranken aus dem Gartenschlauch das klare Wasser.
Heute werden wir zu Cholesterin-Reduzierende Hasser.
Wir aßen fettige Schmalznudeln, welch Genuss.
Heute macht man vor fingerdicker Butter ganz schnell Schluss.
Künstlich, gefärbte Süßigkeiten und überzuckerte Limonaden.
Fett geworden sind wir deswegen nie, es gab keine klagen.
Weil wir immer draußen waren, aßen Brot und Speck.
Dazu fürs Leben bestimmt, sieben Löffel Dreck.
Die Familie trank und ass aus einem Essgeschirr.
Wir sind nicht daran gestorben, wurden davon nicht wirr.
Wir haben tagelang herumgebastelt an Seifenkisten.
Aus rostigem Schrott und splitterigem Holzkisten.
Die Bremsen hatten wir teils daran vergessen.
Waren trotzdem aufs Runterfahren wie versessen.
Wir gingen Früh ausser Haus, hatten den ganzen Tag gespielt.
Unterbrochen von Essenspausen für das nächste Fussballspiel.

Teil 2

Wir waren nicht zu erreichen, keine Händys und kein Telefon.
Wenn es regnete spielten wir Mensch ärgere dich mit lautem Ton.
Bei Freunden  und bauten aus Matchbox Autos ganze Städte auf.
Wir hatten keine Playstation, Videospiele oder 50 Kanäle im TV drauf.
Ins Kino zu gehen war ein Ereignis, für das man sich herausputzte.
Vor Vorfreude den Magen kribbeln lies und die Zeit nutzte.
Keiner wusste was es im Vorfilm tolles gab.
Meistens war eine Überraschung angesagt.
Wir gingen raus und hatten uns selbst Freunde gesucht.
Per  Maus-Klick hatten wir die Freunde nicht gebucht.
Wir hatten Fussball gespielt mit jedem rollenden Ding.
Wer einen Lederfussball hatte durfte mitspielen, er war der King.
Im Verein mitzuspielen war ein besondere Athmosphäre.
Nur durch Aufnahmeprüfungen erhielt man die besondere Ehre.
Wer’s nicht geschafft hatte, lernte mit der Enttäuschung umzugehen.
Da gab es kein Jammern und kein unnötiges Aufsehen.
Wir sind von Bäumen und Mauern gestützt, hatten uns geschnitten.
Abgeschürfte und rücklings auf dem Treppengeländer geritten.
Unsere Knie und Knöchel waren das ganze Jahr lädiert, wir hatten keinen Zaster.
Blaue Flecken erfüllten den Zweck und Spucke war das heilende Pflaster.
Die Brennnesseln brannten, die Mücken hatten uns zerstochen.
Die Kinder auf dem Bauernhof nach Kuhmist rochen.
Wir hatten uns grün und blau verkloppt, waren davon benebelt und benommen.
Und hatten gelernt damit zu leben und darüber hinweg zukommen
Wir erfanden einfache Spiele mit Stöcken, Bällen und Ästen.
Hatten kein Auge ausgestochen, hatten gefochten und Würmer gegessen.
Wir sind zu Freunden geradelt, haben an der Tür geläutet, ohne weglaufen und Betrug.
Sind dort geblieben, lernten Kochen und Nähen und wurden auch so klug.
Hatten wir Scheiße gebaut, waren wir für die Konsequenzen kompetent.
Für unsere Aktionen waren wir selbst verantwortlich, sind nicht zum Petzen gerennt.
Der Gedanke, dass ein Elternteil uns rausklopfte, bei Gesetzesbruch.
War undenkbar, im Gegenteil die Eltern hatten die Gerechtigkeit gebucht.
Einige der größten Erfindern stammen aus unserer Zeit.
Die letzten fünfzig Jahre waren eine wahre Explosions-Begebenheit.
Wir hatten Freiheit, Zwang, Misserfolg und Erfolg mit steigender Tendenz.
Liebten die Verantwortung und lebten mit wechselnde Konsequenz.
Als die Erwachsenen ein Auge zudrückten, sie fanden Herzenswärme angemessen.
Unsere Eltern trauten  uns zu die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Erinnere Dich daran, wie Du aufgewachsen bist und was damals zählte.
Was den modernen, computergesteuerten Kindern unserer Zeit leider fehlte.
Meistens hat es geklappt und die paar Mal, die daneben gingen.
Wir als vernünftige Lebenserfahrung und zweckvolle Lebenskunst einfingen.
Wisst Ihr noch, wies damals war?
Erst  heute wird dir so einiges darüber klar!
Noch mehr Poesie?
Für jeden Tag ein Gedicht ?
http://groups.msn.com/MAGICFLOWER/200308poesie.msnw?action=get_message&mview=0&ID_Message=52&LastModified=4675437099132829594
oder
http://www.beepworld.de/members57/reime2003/2003-august.htm

Trübe Gedanken
© Brigitte Obermaier, München, 2003 08 03
Dunkel und kalt.
So finster wie im Wald.
So trist und so verlassen.
Man könnte die Welt hassen.
Trübe Gedanken halten mich fest.
Wo ist nur mein warmes Wohnungs-Nest.
Wer schenkt mir sein Herz.
Wer teilt mit mir den Schmerz.
Trübe Gedanken sind kein schönes Privileg.
Ich wische sie fort, ich wische sie weg.
Sie wollen nicht weichen.
Wie kann ich nur das erreichen.?
Die Sonne geht auf.
Sie strahlt auf ihrem Weltenlauf.
Sie fängt uns alle ein.
Wir sind nicht allein.
Trübe Gedanken ziehen vorbei.
Das Leben geht weiter, darum es sei.
Es gibt nichts schöneres auf der Welt.
Als mich als Mittelpunkt der Welt.
ups
Spaziergang an frischer Luft
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-04
Du suchst das Leben, du suchst die Freiheit.
Mach einen Spaziergang durch dein Land.
Manchmal sucht man die Einheit.
Komm gib mir deine Hand.
Aufraffen heisst die Devise.
Da wäre ein guter Grund eine feine Sache.
Lauf mal wieder über die grüne Wiese.
Singe und Lache.
Gemeinsame Spaziergänge, eine Freude für Dich.
Suche des Glückes Quelle.
Für uns - für mich.
Für uns Alle.
Gärtnerjahrtag 2003 vom Dienstag dem  5. August
© Brigitte Obermaier, München, 2003-08-05
‚Eigentlich ist es ein kurzer Weg vom Rathaus zum Hofbräuhaus,‘
Sprach der Oberbürgermeister Ude bei lachendem Applaus.
‚ Doch schöner ist dieser Weg!‘ - Mit Blumen und Gemüse geschmückt.
Durch die Münchner Altstadt; bringt es  bei strahlendem Sonnenschein  viel Glück.
Warum – ‚Münchner Gärtner Jahrtag‘ ? Es ist aus dem 17. Jhdt. der Brauch.
Die Klostergärtner welches den Schäffler gleichtaten und zogen hinaus -
Die Pest zu vertreiben und hielten ein Umzug im Zentrum der Stadt.
Mit frischen Produkten, auch heute  ein blumiges Resultat.
Bei der heiligen Gertrud von Nivelles, der Schutzpatronin der Gärtner, legten sie ab -
Das Gelübde: Jedes Jahr einen Umzug. Früher hielten die Pferde den Trab.
Zusammen mit Junggärtnern aus Moosach, Münchner Gartenbaugruppen wird es ein großes Fest.
Mit einer Verschnaufpause, die Hektik der heutigen Zeit vergessen lässt.
So gehört dieser Brauch zu den drei ältesten dieser Stadt.
Schäfflertanz, Gärnterjahrtag und Metzgersprung werden sie genannt.
So geloben sie jedes Jahr aufs Neue – Durch Anbau den Ökologischen Beweis.
Gärtnerische Produkte auf bayerischen Boden zu pflegen im Sinne des Jahreskreis.
Lebensinhalt – Lebenskost.
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003 08 06
Glück lässt es sich fassen?
Unglück lässt es sich vermeiden?
Beide sind wie Hitze und Frost.
Lebensinhalt – Lebenskost.
Glück wie gross kannst du sein?
Unglück wie zerstörend ist dein sein?
Wie anziehende Magnete aus West und Ost.
Lebensinhalt – Lebenskost.
Glück lässt die Vielfalt glänzen und verkürzen.
Das Unglück den Alltag ins graue stürzen.
Wie das Eisen verwandeln in Rost.
Lebensinhalt – Lebenskost.
Glück ist wie ein Sternenglitzersreif.
Unglück wie ein Kometenschweif.
Wie das Süße oder der saure Kompost.
Lebensinhalt – Lebenskost.
Zu kurz das Glück bei uns verweilt.
Überraschend uns das Unglück ereilt.
Zermürbendes Warten  wie auf die Post,
Lebensinhalt – Lebenskost.
Das Wahre sollst du suchen wie den lieblichen Tanz.
Es hüllt dich ein in überirdischen Glanz.
Treue verklärt alles Unglück, Glück gibt Trost.
Lebensinhalt – Lebenskost.
Blätterdach und Krone
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-07
Nimm dir Zeit, such dir heute aus:
Einen Baum mit einer großen, grünen Krone.
Fühl dich wie in einem Haus.
Es wird sich bestimmt lohnen.
Leg dich darunter und sieh durch das Blätterdach.
Es ist licht und du kannst den Himmel entdecken.
Fühl dich wohl wie im eigenen Gemach.
Siehst du die Himmels-Flecken.
Wolken ziehen vorbei.
Lass den Sonnenstrahl einfallen.
Genieße das Gefühl der Geborgenheit.
Der Boden trägt dich, lass dich ganz fallen.
Fehler erkennen
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-08
Ratgeber und Programme.
Es gibt unzählige Schulungen.
Wissenswertes einsammeln.
Lernen einfach und ungezwungen.
Will ich wirklich perfekt sein?
Es ist ein unerreichbares Ziel.
Tauch ein in dein eigenes Reich.
Wir lernen täglich im Leben so viel.
Die kleinen Fehler sind es im nu.
Die uns menschlich und liebenswert machen.
Ich gönne mir Schwächen, ich stehe dazu.
Notfalls kann ich sogar darüber lachen.
Irgendwohin
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003 08 09
Einmal mit dem Wolken ziehen.
Irgendwohin
Einmal mit den Wellen reiten.
Irgendwohin.
Einmal mit dem Wind wehen
Irgendwohin.
Einmal mit der Sonne strahlen.
Irgendwie
Einmal wie ein Stein verstummen.
Die eigenen Sinne stärken.
Einmal ich sein
Ohne wenn und aber.
Der Mond ist enorm
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-10
Der Mond zieht seine Bahn.
Was könnten wir mit ihn anfangen?
Ein Himmelskörper, ein Untertan.
Wir wollen den Mond einfangen.
Ein Blick durch das Blätterdach.
Vielleicht in die Zweige hängen.
Wir schieben den Mond in das unterste Fach.
Versuchen ihn in die enge zu zwängen.
Wir können ihn nicht verschieben.
Rückwärts lässt er sich nicht rücken.
Können den Mond nicht zu Fall bringen.
Der Mond bleibt der Verliebten entzücken.
So sehr wie wir uns bemühen.
Sobald er abgenommen hat seine Form.
Lässt er erneut seine Vollleibigkeit blühen.
Unser Mond ist spitze und  enorm.
Tiefpunkt überwinden
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003 08 11
Der Tiefpunkt kommt unvorbereitet.
Er ist leider weit verbreitet.
Er überfällt dich.
Er umklammert dich.
Er will dich nicht mehr loslassen.
Er will nur hassen.
Was kann man dagegen tun.
Sich zurückziehen?
Sich verbergen?
Sich verstellen?
Sich fallen lassen.
Nein, ich gebe keine Ratschläge.
Jeder sollte selbst, das für oder wider erwägen.
Jeder sollte sich selbst herausmanövieren.
Jeder muss sein Schärflein dazu beitragen.
Jeder kann es, nur wollen muss er es.
Hast du den Tiefpunkt überwunden.
Lass die Glücksgefühle in deine Seele hinein.
Mach dir ein paar schöne Stunden.
Lass den Tiefpunkt nicht mehr zu dir herein.
FKK im Schneckenland
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-12
Auf nacktem Körper rutschen sie daher.
Glitschige Spuren schleifen hinterher.
Dann kam die große Hitzewelle.
Sie suchten nach einer erfrischenden Quelle.
Da fiel Ihnen was besonderes ein.
Der FKK Strand lud sie herzlichst dazu ein.
Die Schnecken wollten ganz nackt baden.
Ohne Strümpfe an den Waden.
Ohne Häuschen oder Haus.
Das verdient einen besonderen Applaus.
Sie rutschten nun auf glitschiger Spur.
Zum Badestrand für Freikörperkultur.
Die Sonne brannte erbarmungslos.
Ein Sonnenhut wäre dafür besonders famos.
Vorsichtig, dass ihr auf dem heißen Stein nicht einpennt.
Dass dadurch Eure glitschige Haut nicht verbrennt.
Urgewalt vom tiefen Meer
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-13
Unermüdlich der Ozean Wellen.
Die am Strand sich brechen.
Wie der Seelen Quellen.
Unermüdlich wie ein Versprechen.
Schicksal heisst der Menschen Begegnung.
Wie Muscheln sammeln wir sie ein.
Wir wolle sie einfangen die Lebenserfahrungen
Worte und Gedanken verarbeiten in Weisheit.
Urgewalt versteckt, vom tiefen Meer umhüllt.
Lebensgeschichten  sind wie Reisen.
Schatzkisten mit Geheimnissen gefüllt.
Lass sie nicht von der Flut wegreißen.
Minuten und Sekunden vorbeirauschen.
Nimm auf der Muschel Schönheit.
Halte sie an dein Ohr und lausche.
Die Zeit  ist eine wichtige Kostbarkeit.
Vertraue deinem Gefühl, lasse sie abrunden.
Vergänglichkeit weil ein neuer Tag beginnt.
Geniesse bei Ebbe die Stunden..
Wie feiner Sand der durch die Finger rinnt.
Sehnsucht nach dem Traum
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-14
Dem Traum hinterher jagen.
Einfangen, festhalten.
Nach dem Sinn nicht fragen.
Lass dich nicht aufhalten.
Was Du auch unternehmen willst, begreifen.
Du willst ihm nachrennen.
Wird der Traum bei dir  bleiben?
Wird er sich zu dir bekennen?
Endlich, du meinst du fühlst ihn in deinen Händen.
Dein ersehnter Traum wurde Wirklichkeit.
Musst du ihn an die Erinnerungen verpfänden.
Nahe bei dir, doch so weit weg wie die Vergangenheit.
Kräuterbuschen binden
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003 08 15
Sieben Kräuter ich fand.
Kräuter am Wegesrand.
Ich sammelte sie ein.
Mit Blütenkelchen im Sonnenschein.
Schnell geht es nach Haus.
Ich machte einen Strauß.
Sehe zu dem schwirrenden Mückentanz.
Mittendrin thront die Königskerze mit Glanz.
Sieben Kräuter
© Brigitte Obermaier, München,  2001-08-14
Sieben Kräuter soll man finden.
Sieben Kräuter am Wegesrand.
Sieben Kräuter soll man binden.
Zur Gesundheit freier Wahl.
Geht damit zur Weihe
An Maria Himmelfahrt
Für Wohnung und fürs Freie.
Fürbitten an Zukunft und Gegenwart.

 

Schön ist es als Kind
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-16
Ich bin ein Kind.
Klein und wild.
Und ganz bestimmt.
Das sehe ich.
Zwei lange Arme und zwei bewegliche Hände.
Dazu zwei Beine und daran zwei Füße.
Das habe ich alles, sieh nur du lustiger Tropf.
Ich habe sogar Haare auf meinem Kopf.
Zwei Ohren links und rechts, du kannst es mir glauben.
Nur einen Mund, eine Nase und jedoch zwei Augen.
Ich kann herzhaft Lachen und ich habe ein Hirn.
Ich habe einen Geist und Gedanken hinter meiner Stirn.
Ich hab einen Körper und einen Bauch.
Mit einem Popo und einem Pipi auch.
Ich hab einen Magen für das Trinken und Essen.
Wichtigkeiten wie Darm und Blase darf man nicht vergessen.
Ich habe ein Herz das schlägt im Takt.
Beim Baden und duschen bin ich ganz nackt.
Ich habe Zähne und Zunge, muss schniefen und greinen.
Ich meinte, wenn ich Schmerzen habe muss ich Weinen.
Tränen kullern aus meinen Augen vor Schmerz.
Liegen meine Nerven blank, suche ich Liebe für mein Herz.
Denn meine Seele ist geheimnisvoll.
Bin eine gute Partie und das ist wundervoll.
Bin ich ein Kind?
Wann werde ich erwachsen? Ich werde es bestimmt.
Oder möchte lieber lange bleiben klein und wild?
Doch zuerst bleibe ich und meine: schön ist es als Kind.

Mama: Was ist ein Universum?
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-17
Kind überlegt: Warum ist die Maus so klein.
Sagt Mama: Die Katze kann sie besser fangen.
Kind überlegt: Warum mag der Hund die Katze nicht?
Sagt Mama: Weil die Katze den Hund nicht mag.
Kind überlegt: Warum sind Tiger viel stärker.
Sagt Mama: Genau wie die Elefanten die sind viel größer.
Kind überlegt: Warum schwimmt der Walfisch im Ozean.
Sagt Mama: Weil er Flossen hat, wie die Fische, nur größer.
Kind überlegt: Warum kann die Maus nicht größer sein wie ein Hund?
Sagt Mama: Dann hätte ja die Katze Angst vor der Maus.
Kind überlegt: Warum kann der Delphin nicht größer sein als ein Wal?
Sagt Mama: Dann wäre die Schönheit vom Delphin nicht mehr da.
Kind überlegt: Wenn alles größer wird, wäre das nicht besser?
Sagt Mama: Worin liegt der Sinn, willst du dass so?
Kind überlegt: Dann wäre ICH auch größer.
Sagt Mama: Dann wären deine Elter auch größer, würdest du das merken?
Kind überlegt: Klar, ich wäre auch stärker dann.
Sagt Mama: Aber auch Katze und Hund wären stärker als du.
Kind überlegt: Unsere Erde wäre bestimmt auch größer?
Sagt Mama: Würde die Welt noch in das Universum passen?
Kind überlegt: Was ist das Universum?
Sagt Mama: Das, worin der Mensch sich aufhält.
Kind überlegt: Ich glaube, ich will gar nicht größer sein, da gibt’s ja dann keinen Unterschied mehr.
Sagt Mama: Stimmt mein Kind: Wenn Alles größer wäre, dann würde dir das gar nicht mehr auffallen.
Kind überlegt: Mama, nimmst du mich in deinen Arm.
Sagt Mama: Klar mein Kind, ich möchte dich immer wiegen, denn du bist noch so zierlich klein.
Kind sagt entrüstet: Aber Mama, ich werde bestimmt größer.
Sagt Mama: Dann werde ich dich genauso lieben wie heute, denn du wirst immer mein Kind bleiben.
Schnarchkonzert im Federbett
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-18
Mein lieber Mann der hat es schwer.
Des  Nachts hört er gar nichts mehr.
Er ist beschäftigt mit dem Schnarchen, ups.
Da nütz kein unsanfter Hieb, kein milder Schubs.
Beim nächsten Stoss wird er es besonders heiter.
Er dreht sich herum und schnarcht munter weiter.
Ich sitz im gemeinsamen Federbette senkrecht drin.
Bin von dem Schnarchkonzert schon ganz hin.
Er ruft  zwischendurch verärgert ich bin doch wache.
Mir kommen die Tränen, hab nix zu lache.
Er macht mal kurz grrrr und pupupuuuh
Geschafft, jetzt ist endlich wieder Ruh.
Ich schlafe endlich wieder ein.
Da träum ich vom Sägewerk in Sankt Kathrein.
Ich halte mir die Ohren zu mit den Händen.
Schnarchen lässt mich hochziehen an den Wänden.
Her mit der Wäscheklammer klingt es in mir.
Ich zwicks ihm auf die steilaufragende Nase hier.
„AU“, schreit er und greift die Klammer.
Und wirft sie im hohen Bogen aus der Kammer.
Der Versuch war’s wert, hat jedoch nicht funktioniert.
Das Grrr und pfeifen klingt weiterhin ungeniert.
Ich pack mein Bett und mein Ruhekissen.
Im anderen Raum werde ich seine Töne nicht vermissen.
Übermüdung macht lahm
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-19
Wenn Streichhölzer die Augen halten offen.
Umherschleichen und torkeln als wären sie besoffen.
Wenn die Arbeit geht nicht von der Hand.
Sie unterm Tisch liegen, statt stehend an der Wand.
Wenn sie geduldig statt lustlos jemand zuhören.
Sagen sie seien flott und könnten darauf schwören.
Wenn Essensreste dem Gegenüber stören im offenen Mund.
Sie verwechseln die prachtvolle Frau mit einem Hund.
Wenn der wildeste Sex-Gedanke sie macht lahm.
Dann sind sie übermüdet, mein liiiieber Mann!

 

Kater und Glöckchen
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-20
Komm treuer Kater mein.
Zieh deine scharfen Krallen ein.
Laß mich in deine Augen schauen.
Sie zeigen Treue und vertrauen.
Ich fühle durch dein weiches Fell.
Seh auf der Stirn den Fleck so hell.
Möchte streicheln deinen schlanken Rücken.
Den Kopf, den Körper mit entzücken.
Gehst du  fauchend in den Garten.
Willst Mäuse und Vögel jagen.
Miau klingt es abermals.
Weil dein Glöckchen bimmelt am Hals.
Zärtlich kommt das Schnurren.
Des Nachbarshund will knurren.
Katzen-Schmusen kommt dazu.
Eingehüllt mit bedächtiger Ruh.

Beschütze den Morgenwind
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-21
Es gibt nichts schöneres als aufzuwachen am Morgen.
Noch frei von all die vielen Sorgen.
Wohin  werde ich meine Schritte heute leiten?
Wer wird mich auf meinem Weg begleiten?
Urlaubszeit?
Allein oder vielleicht zu zweit?
Daheim oder in der Ferne?
Freizeit hat jeder gerne.
Hinaus in die Natur.
Frische Luft einatmen pur.
Wenn der frische Tau erwacht.
Ach wie schön wenn das Herze lacht.
Lausche der Natur, betrachte das Bild.
Erlebe das Glück, sei nicht so wild.
Schliess die Augen öffne dein Ohr.
Es kommt soviel schönes hervor.
Der Wind lässt die Düfte vorbeigleiten.
Einfach deine Arme ausbreiten.
Beobachte die  Tiere bei ihrem Tun.
Genieße des Lebens und beschütze die Natur.

Träume werden Schicksal
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-22
Träume der Nacht sich verbandeln.
In werdende Gedanken sie sich verwandeln.
Achte auf deine Träume sie halten sich fest.
Träume werden Schäume im Gedankennest.
Gedanken der Sinne sich wohlbehalten.
In werdende Worte sie sich umgestalten.
Achte auf deine Worte, forme sie für deine Seele.
Gedanken werden Worte in deiner Kehle.
Worte sind wie Schall und Rauch mit eigenen Normen.
In werdende Taten sie sich umformen.
Achte auf deine Taten, bei Nacht und Tag.
Eines Tages werden sie zu deinem Schicksalsschlag.
Der Traum ist der Spiegel deiner Würdigung.
Die innere Welt in dir ist keine Einbildung.
Es will als wunderbares Geschenk deine Seele balsamieren.
Betrachte es um  es als kreative Intelligenz zu akzeptieren.

TELEFONBUCH MIT WORTEN
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-23
Anders heissen viele
Warum suchen statt finden
Dass heisst suche weiter
Weil, weil es viele Namen gibt
Worte sind Schall oder Rauch
Ohne Worte
Ich kenne eine Familie mit Familien-Name: ANDERS

Mein Gedicht besteht aus Namen vom Telefonbuch in Deutschland 2003.

Nur eine kleine Auswahl - und soviel Namen stehen dort im Telefonbuch.

(85) ANDERS (80) HEISSEN (10) VIELE
(18) WARUM  (7) SUCHEN  (185) STATT (13) FINDEN
(81) DASS        (6) HEISST     (63) SUCHE  (156) WEITER
(47) WEIL (M) (47) WEIL (B) (1) ES (B)     (2) SO (B) 
(10) VIELE (47) NAMEN (4) GIBT
(15) WORTE (12) SIND (54) SCHALL (B)
(37) ODER (163)  RAUCH
(1) OHNE WORTE (M das Schwabinger Lokal in München kenn ich sogar)
Wenn es zu viele waren habe ich nur den Ortsbereich genommen:
(B) = Berlin (M) = München
Ein eigenes Schwimmbad  muss her.
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-24
Oh ja, ich hatte endlich frei.
Und wollte in’s Schwimmbad mal hinein.
Um neun Uhr ging es los.
Mit Handtuch und mit der Badehos’.
Sonnencreme und eine Wasser-Flasche.
Noch ein Buch kam in die Badetasche.
Sollte ich mit dem Fahrrad fahren?
Mich quälen mit den Strampler-Scharen?
In der Straßenbahn ward es heiss und stickig.
Und laufen, nein dass war nicht erquicklich.
Stolpere nicht gerne über Stock und Stein.
Setzte mich lieber in mein Fahrzeug rein.
Ich wählte das Schwimmbad, nicht den See.
Massig Radfahrer hatten die gleiche Idee.
Mit sonnigem Gemüt kamen sie daher.
Nebeneinander, sowieso und kreuz und quer.
Tonnenweise Krempel war im Körbchen drin.
Mit Sonnenbrille auf der Nase ging’s dahin.
Mit Luftmatratzen, Kühlboxen und Sonnenschirm.
Gefrorenes Eis zum Abkühlen für das verbrannte Hirn.
Man könnte glauben, manche wären darauf aus;
Wurden vertrieben aus Wohnung und Haus.
Auf dem Weg in die Fremde, aber nein;
Sie wollten tatsächlich nur einen Tag ins Schwimmbad hinein.
In tiefem Vertrauen auf den lieben Herrn und meiner Geduld.
Rauschten sie also unkoordiniert vor meinem Auto herum.
Ich liess mich nicht entmutigen, ein Parkplatz wäre der ideale Zweck.
Dazu wäre toll ein Schatten und am Besten nicht zu weit weg.
Nach einer halben Stunde gab ich es auf.
Stellte meine rechten Räder auf den Radweg drauf.
Gegen die Fahrtrichtung im absoluten Halteverbot.
Acht Kilometer entfernt, ich sah noch nicht rot.
Ich freute mich auf den freien Tag mit Wonne.
Vor der Kasse Schlange stehen unter siedender Sonne.
Darunter eine Gruppe älterer Herren die verkünden.
20 Kilometer Radfahren und 25 Bahnen schwimmen.
Ich schmunzelte, dachte an Herzinfarkt und ihr Outfit gelassen.
Interessante Triathlon-Variante  und konnte es kaum fassen.
Drei Teenies sich durch die Reihe nach vorne zwängten.
Auf meinen freundlichen Hinweis: bitte nicht drängen.
Sie sollten sich doch bitte hinten anstellen.
Antworteten sie mit unfreundlichen Quellen.
"Halt doch die Fresse, du alter Mann!“
Stell du dich doch selber hinten an!“
Aber ich freute mich einfach nur weiter.
Auf das kühle Nass und reagierte heiter.
Ermäßigung beim Eintritt das war für mich klar.
Durch Impfpass oder Fingerabdrücke vom BKA.
Auf herrlichem Wiesengrün suchte ich mir einen Platz.
Legte mein rotes Handtuch auf ein Ameisenloch.
Die Kinder kreischten, die Vögel sangen.
Den schönsten Tag wollte ich weiter empfangen.
Erfreut auf den Ausblick jugendfrischer Bienen.
Die pampige Sonnencreme auf meine Haut schmieren.
Bienen und Wespen brauchten das Publikum.
Sofort summten und stachen sie lustig auf mir herum.
Ach, das Leben war so toll und  schön!
Ich räkelte mich in der Sonne und Frön.
Der Durst meldete sich, ich griff in meine Tasche.
Holte hervor eine klebrige Flasche.
Wollte gerade den Rest austrinken.
Da musste ich ungewollt nach hinten sinken.
Sie denken bestimmt ich war jetzt besoffen.
Dabei hatte mich nur ein Fussball am Kopf getroffen.
Der Schneidezahn liessd seinen Schmelz fließen.
Ich liess mich von der Stimmung nicht verdrießen.
Ich hörte entschuldigend des Kindes Wort.
"Gib mein Ball her, du Missgeburt!"
Da konnte ich natürlich nicht nein sagen.
Warf ihm den Ball zu, er brauch sich nicht zu plagen.
So ein Schwimmbad war echt toll!
Ein Schluck Wasser wäre wundervoll.
Zeit für einen Sprung ins kühle Nass!
Viele kleine Kinder rannten herum zum Spass.
Ich schlenderte zum Schwimmbad-Beckenrand.
Da hatte mich ein kleiner Knirps fast umgerannt.
Die Mutter wehklagte lauthals mich  an.
Wo Kinder spielen haben sie nichts verloren, sie alter Mann.
Ja, murmlte ich, das war wirklich Unangenehm.
Endlich bin ich im Wasser, ach  war das schön!
Auf der Wasseroberfläche schillerte literweise das Sonnenöl’.
Jugendliche platschten ins Wasser mit Gegröl’.
Durch die Chlor-verätzten Augen mit Tränentropfen gefüllt.
Schien die Welt in einen lieblichen Schleier gehüllt.
Ich tauchte unter und genoss mit dem Nachbar einem Hippi.
Den Wechsel zwischen kaltem Wasser und warmem Pipi.
Als mir ein kleiner Junge, ach so lieblicher Balg
Vom Drei-Meter-Brett auf den Rücken sprang.
Als ich japsend auftauchte hörte ich den Bub weinen.
Ich tröstete ihn und entschuldigte mich bei dem Kleinen.
Hoffentlich hatte es sich nicht wehgetan!
Und schenkte ihm meine Armbanduhr ganz spontan.
Raus aus dem Wasser, zurück zum Platz.
Dort erwartete auf mich mein Essens-Schatz.
Der Nachbar hatte nicht aufgepasst, ach was soll’s.
Mein Geldbeutel war nicht mehr da, der Teufel hol’s.
Sein Hund hing an einer langen Leine.
Er wackelte herum auf kurzen Beinen.
Mein Schnitzelbörger hatte er knabbernd auserkoren.
Zerfrass danach meine Turnschuh unverfroren.
Eigentlich bin ich sehr ausgeglichen, trotz dem Unfug.
Aber  jetzt war es doch langsam genug.
Ich packte meine Sachen zusammen.
Halte den Hund in des Herrchen Kühlbox gefangen.
Selbige liess ich feierlich im Wellenbecken.
Zu Wasser und wollte das Tierreich necken.
Schaute mir belustigt an die wilde Wellen-Reise..
Während ich ein paar Takte "Sörf in USA" pfeife.
Jetzt hatte ich mich schon beinahe beruhigt.
Es fehlte nur noch der letzte Kick.
Ich schlenderte zu meinem Fußball-Freund.
Nahm  ihm den Ball ab und schoss gekonnt.
Mit beeindruckendem Vollspann und kräftigen Gewicht.
Aus einem Meter Entfernung direkt in sein nettes Gesicht.
Blutüberströmt liess er sich nach rückwärts fallen.
Ich hörte seinen Kopf auf dem Boden knallen.
Vernahm das klappern meiner Sandalen.
Sie wollten es so, die randalierenden Wandalen.
Am Beckenrand vorbeikommend sah ich den Kumpel.
Wie er auf Stützen muss an mir vorbeihumpeln.
Ich grinste und schnappte mir die Pipi-Badehose ohne Last.
Hängte sie nicht weit entfernt an einen hohen Ast.
Am Ausgang ankommend schaute ich mich ein letztes Mal um.
Der Fußball-Penner hüpft plärrend mit seinem Rucksack herum.
Der kleine  Dreikäsehoch hüpfte nackt unter dem Badehosen-Baum.
Umzingelt von kreischenden Mädchen, welch Mannes Traum.
Der nette Nachbar suchte seinen Hund mit wehenden Fahnen.
Dabei zog dieser in der Kühlbox noch immer seine Bahnen.
Als ich zum Auto kam, hing ein zerfledderter Strafzettel dran.
Ich nahm ihn ab, las ihn aufmerksam durch und ass ihn sodann.
Stieg schnell  in mein brütend heißes Auto ein.
Da gab es im Schatten immer noch 30 Grad Sonnenschein.
Ich meinte es war gar nicht so fad.
So ein Besuch im überfüllten Freibad.
Ich überlegte angestrengt zurecht.
So ein eigenes Schwimmbad wäre nicht schlecht.
Noch ist es Sommer
© Brigitte Obermaier, Muenchen, 2003-08-25
Heiss sind die Sommertage.
2003 keine Frage.
Der blaue Himmel zeigt sich gerne.
Mit weitem Blick in die Ferne.
Der süße Duft vom Parfüm der Damen.
Der geschwängerte  Luft voller Samen.
Verblüht sind auf den Feldern der Mohn.
Es reift die Gerste, der Weizen und das Korn.
Zarte Margeriten  im weißen Kleid
Natur-Spaziergang zum Zeitvertreib.
Die Sonne sendet ihren Sonnenstrahl.
Noch ist er da, der Sommertag
Noch ist der blau Himmel offen.
Noch können wir auf Wärme hoffen.
Jedoch danach gibt’s andere Sachen.
Lass im Winde wehen deinen Drachen.
Atme ein der Blume duftendes Bukett.
Sehne dich nach dem plätschern vom See.
Sei zum Jahreswechsel stets bereit.
Sie kommt bestimmt die kühle Winterszeit.

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